ein attraktives motiv garantiert noch kein gelungenes foto.

gerade in der architekturfotografie ist eine bewusste bildgestaltung die voraus­setzung dafür, dem motiv gerecht zu werden. erst der auswählende und ordnende eingriff des fotografen erfasst neben der oberfläche auch das wesen eines bauwerks:
das typische, das ungewöhnliche, das dem ersten blick verborgene.

ein fotograf muss bereits vor dem motiv seine vorstellung vom 'endprodukt bild' ent­wickeln. nur so kann fotografie mehr sein als die projektion der dreidimensionalen realwelt auf den zweidimensionalen bildträger.

gerade die durchdachte organi­sation der fläche muss bei der bildgestaltung im vordergrund stehen. nur eine verfestigte komposition sowie die bewusste wahl von bildausschnitt und -format verhindern in der fläche umher­schwimmende bildgegenstände und eine verunklärung der bildaussage.

in diesem kreativen prozess ist die technik (sei es analog oder digital) nicht weniger als das werkzeug - aber auch nicht mehr...

fotografie kann die augen für ihren gegenstand öffnen. Sie kann eine dem blick des betrachters zunächst verborgene schönheit zur anschauung bringen oder latente gesetzmäßigkeiten offenlegen.

fotografie kann sehen lehren.

dies ist das ziel meiner fotografie.